30         Erdmann S. 186

31         Schon ab 1933 begann der Staat, die im Konkordat zugesicherten Rechte zu beschneiden. So wurde allen katholischen Verbänden der Schutz versagt, vor allem die Jugendvereine erfuhren durch das Verbot der Doppelmitgliedschaft in HJ und katholischen Vereinen den Druck des Regimes. Geistliche, die sich dem System versagten, wurden immer stärker verfolgt, die Zahl der Verhaftungen stieg ständig. Die katholische Presse wurde völlig vernichtet. Der Hirtenbrief wurde nun wichtigstes Band zwischen Bischof und Kirchenvolk. Diese Form der öffentlichen Meinungsäußerung gab den Bischöfen die Möglichkeit, die Gläubigen gegen das Regime zu mobilisieren.

32         Hürten, Heinz: Selbstbehauptung und Widerstand der katholischen Kirche, in: Müller, Klaus Jürgen (Hg.): Der deutsche Widerstand, Paderborn u. a. 19902, S. 145.

33         Ebd., 5.138.

34         Gegen die Tötung von „lebensunwertem Leben" predigte der Münsteraner Bischof Galen, der auch 1937 erstmals propagiert hatte, dass der Kampf der Nationalsozialisten menschliche Grundwerte bedrohe, und es gelte, „nicht nur für die Wahrheit, sondern auch für Gerechtigkeit und Freiheit ein[zu] treten" (Zitiert nach Hürten S.147.). Vgl. ebd., S. 136.

35         Ebd., 5.135.

36         Spindler, Max (Hg.): Handbuch der Bayerischen Geschichte, Band 4: Das neue Bayern 1800-1970, München 1979, S. 521.

37         Breuer, Thomas: Verordneter Wandel- Der Widerstreit zwischen nationalsozialistischem Herrschaftsanspruch und traditionaler Lebenswelt im Erzbistum Bamberg, Mainz 1992, 5. 328.

38         Ebd., 5.101.

39         Regierungspräsidentenberichte, in: Witetschek, Helmut: Die kirchliche Lage in Bayern nach den Regierungspräsidentenberichten 1933‑1943, Band II: Regierungsbezirk Ober‑ und Mittelfranken, Mainz 1967, S.9.

40         AEB: Rep. 4/2, 41/24/4, Fragebogen und statistische Angaben über NS‑Verfolgung katholischer Geistlicher. Auf Initiative der Deutschen Bischofskonferenz vom 27.8.1979 wurden die Zwangsmaßnahmen gegen Geistliche und Laien mittels Fragebögen erforscht. Die Ergebnisse sollten in Buchform veröffentlicht werden. Vgl.: Hehl S. XXIX ff.

41         Alle Angaben siehe: Hehl S. 217 - 248. Namentliche Nennung der verhafteten Personen auch in: Breuer S. 101.

42         Der oben erwähnte Geistliche Michael Pflaum wurde nach seiner Schutzhaftentlassung 10 Jahre unter Predigt- und Postüberwachung gestellt. „Die Polizei war hinter mir her, wie hinter einem Spitzbuben" schreibt er selbst 1947. (Akten aus dem persönlichen Besitz von Bürgermeister Hübschmann: Brief vom 31.7.1947 von Kurat Pflaum an die Spruchkammer Bamberg‑Land. Eidesstattliche Erklärung über Bürgermeister Hübschmann Gunzendorf). Diese Predigtüberwachungen fanden hauptsächlich in seiner Zeit als Kurat in Gunzendorf statt. Dort äußerte er auch trotz Überwachung in einer Predigt am 5.10.1941: „Besser ein verlorener Krieg als das verlorene Kreuz." (Akten von Hübschmann: Ebd.) Ebenfalls im Oktober 1941 wurde ihm die Einweisung in das KZ Dachau durch eine Anzeige bei der Kreisleitung Bamberg angedroht. Vgl. auch: Akten Hübschmanns: Entnazifizierungsakte 1333[TS 5655 von Johann Hübschmann. Ebenso: Hehl S. 236.

43         Politische Polizei Bamberg an Stadtkommissar Bamberg vom 22.2.1935. Zitiert nach: Breuer S. 327.

44         Ebd., S. 326.

45         Hehl S. LXXIII.

46         Vgl.: Breuer S. 327. In den weiteren Auswertungen bleiben die neueren Untersuchungen unberücksichtigt. Die Angaben beziehen sich auf die von Hehl veröffentlichten Untersuchungsergebnisse.

47         Hehl S. LXXIX.

48         Regierungspräsidentenberichte, in: Witetschek S. 32.

49         Regierungspräsidentenberichte, in: Witetschek S. 32. Breuer S. 280.

50         Regierungspräsidentenberichte, in: Witetschek S. 89.

51         Urban, Josef: Die Seelsorger der katholischen Pfarrei Mistelfeld im 19. und 20. Jahrhundert, in: Dippold, Günter (Hg.): 850 Jahre Mistelfeld, Lichtenfels 1992, S. 79.

52         Lichtenfelser Tagblatt vom 15.9.1930, 25.4.1932, 1.8.1932, 7.11.1932 und 6.3.1933.

53         Urban, Die Seelsorger der katholischen Pfarrei Mistelfeld, S. 79

54         Staatsarchiv Bamberg, Akte M 34 II Nr. 346: Eilmeldung an die SA Standarte 95, Abteilung IC Coburg.

55         Ebd.: Erklärung von Barbara G. zum Vorfall am 17.9.1934.

56         Ebd.: Meldung Nr. 4 von Person Nr. 3132.

57         Hehl S. 244

58         AEB: Rep. 4/2, 41/24/4, Fragebogen und statistische Angaben über NS‑Verfolgung katholischer Geistlicher.

59         Ebd. sowie Hehl 5.217-148, und Regierungspräsidentenberichte, in: Witetschek 5.180.

60         Ebd.

61         Urban, Kirchengeschichtliche Stationen seit 1802, S. 288

62         AEB: Rep. 4/2, 44/11/1: Zeitungsartikel „Die katholische Geistlichkeit steht geschlossen hinter den Führer" im „Volksblatt' Nr. 249 vom 2.11.1933.

63         Die weiteren Angaben entstammen dem Interview mit Josef Weiss.

64         AEB: Rep. 4/2, 40/11/2: Hirtenbrief von 1935 „Stehet fest im Glauben".

65         Interview mit Josef Weiß, Schulfunk „Bayern 2"

66         Ebd.

67         Interview mit Edeltraud Krönert vom 17.3.93.

68         Lichtenfelser Tagblatt vom 2.9.1935.